1 Natur
Im Landdienst können Jugendliche einen freiwilligen Einsatz auf einem Bauernhof leisten. Ziel ist die Mithilfe bei den alltäglichen Arbeiten. Der Landdienst dauert in der Sommerferienzeit mindestens zwei Wochen. In den Frühlings- und Herbstferien kann in der Deutschschweiz allenfalls auch ein Landdiensteinsatz von einer Woche erfolgen. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Kost, Logis und ein Taggeld werden von der Bauernfamilie übernommen.
Ab 16 Jahren und bei einer Mindestdauer von zwei Wochen ist für Jugendliche auch ein Landdienst-Einsatz in Frankreich (Region Franche-Comté) möglich. Die maximale Einsatzdauer beträgt zwei Monate.
Adresse:
Agriviva-Geschäftsstelle
Postfach 1538
8401 Winterthur
Telefon 052 264 00 30
info@agriviva.ch
www.agriviva.ch
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2 Nahrung
Nahrungsmittelberufe stellen besonders hohe Ansprüche an Sauberkeit und Hygiene. Achte besonders darauf, wo dies zum Tragen kommt: Gibt es eventuell spezielle Vorschriften, z.B. bezüglich Reinigung, Bekleidung etc.? Häufig tragen die in diesem Berufsfeld tätigen Berufsleute ein Haarnetz, um zu verhindern, dass Haare in die Speisen gelangen.
Achte auch auf spezielle Gerüche und auf eventuell auftretenden Lärm. Wie ergeht es dir dabei? Denkst du, dass du dich daran gewöhnen könntest?
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3 Gastgewerbe
Bei der Schnupperlehre ist zu beachten, dass sich die Arbeitsbedingungen beträchtlich unterscheiden können (Luxus-Hotel/Gourmet Tempel, Quartierbeiz, Personalkantine, Spitalküche).
Achte auch auf unregelmässige Arbeitszeiten und Arbeitsanfall. Stosszeiten über Mittag z.B. können recht stressig werden!
Der Schweizerische Hotelier-Verband SHV organisiert regelmässig Betriebsbesichtigungen in den Berufen des Gastgewerbes. Erkundige dich im Berufsinformationszentrum BIZ über Veranstaltungen in deiner Region.
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4 Textilien
Arbeitsatmosphäre:
Je nachdem, für welchen Beruf du dich interessierst, kann die Arbeitsatmosphäre sehr verschieden aussehen: von der ruhigen und konzentrierten Stimmung in einem Atelier bis zur eher lärmigen Umgebung bei der Überwachung von Textil-Maschinen. Es lohnt sich deshalb, wenn du ein besonderes Augenmerk auf die jeweiligen Arbeitsbedingungen wirfst. Und scheue dich nicht, bei einem Interview oder in der Schnupperlehre auch nach dem Lohn und den Weiterbildungs-Möglichkeiten zu fragen!
Lehrstellen-Angebot:
Teilweise ist das Angebot an Lehrstellen in diesem Bereich eher klein oder regional sehr verschieden. Nutze deshalb nebst einer möglichen Schnupperlehre auch andere Möglichkeiten, diese Berufe kennen zu lernen ... Lehrateliers (im Beruf Bekleidungsgestalterlin Fachrichtung Damenbekleidung) machen zum Beispiel Info-Veranstaltungen oder auch Modeschauen, wo die Abschlussarbeiten einem öffentlichen Publikum vorgestellt werden. Eine gute Gelegenheit, auch die Schulatmosphäre kennen zu lernen!
Aufnahmeprüfung:
Beim Beruf Bekleidungsgestalter/in Fachrichtung Damenbekleidung kann die Lehre teilweise auch in so genannten Lehrwerkstätten (z. B. in Zürich, Winterthur, Aarau, Thun, Liestal, Basel, Chur) absolviert werden. In solchen Schulen werden Aufnahmeprüfungen durchgeführt - erkundige dich im BIZ, wie es in deiner Region aussieht!
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5 Schönheit, Sport
Modetrends und gewünschte «Typen» sind einem steten Wandel unterworfen, neben Talent ist oft auch eine Portion Glück ausschlaggebend. Meist lohnt es sich, einen ersten «soliden» Berufsabschluss zu machen – andererseits machen manchmal gerade sehr junge weibliche Models Karriere, müssen sich jedoch dann nach einigen Jahren beruflich oft neu orientieren. In diesem Berufsfeld ist die Konkurrenz hart, das Business unerbittlich.
In Berufen wie Fotomodell, Dressman oder Mannequin sind Hoffnung und Enttäuschung oft nahe beeinander.
Beim Coiffeur kann man gut eine Schnupperlehre absolvieren - und bei der Kosmetikerin ist die Schnupperlehre besonders wichtig, um einen realistischen Einblick zu erhalten, denn das eigentliche Schminken ist nur ein Teil des Tätigkeitsgebietes.
Spezielles zum Bereich Sport und Bewegung:
Im Bereich der Sportberufe sind Schnupperlehren schwierig zu absolvieren. Denn einerseits sind es keine normalen «Lehren» mit dem üblichen Raster des dualen Bildungssystems, und andererseits muss man sich etwas einfallen lassen, um einen Einblick von solchen Berufen zu erhalten.
Im Idealfall hast du schon eine gehörige Portion eigene Erfahrungen im angestrebten Bereich, z. B. als sportbegeisterter Bewegungsmensch, der schon länger in Clubs oder Vereinen tätig ist.
Wir alle kennen die Events bei sportlichen Anlässen oder Fernsehübertragungen. Da spüren wir schon Einiges der dynamischen Atmosphäre dieser Berufe und können nur erahnen, welche Anstrengungen dahinter stecken. Eigeninitiative ist nötig, willst du einen «live»- Einblick in dieses Berufsfeld erhalten. Etwas Mut braucht es schon, sich z.B. Zutritt zu verschaffen zu einer bewegungspädagogischen Stunde oder einem Interview mit einem Sporttrainer, um mehr über Hintergründe und Alltäglichkeiten des Berufes zu erfahren.
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6 Gestaltung, Kunst
Oft ist es schwierig, eine Schnupperlehre in diesen Berufen zu machen. Gründe sind entweder ein sehr kleines Lehrstellenangebot bei gleichzeitig vielen Interessenten und Interessentinnen, oder auch die manchmal hektische Auftragslage. Dann kann es sein, dass ein Auftrag auf einen Eröffnungstermin einer Ausstellung fertiggestellt sein muss und keine Zeit für die Betreuung eines «Schnupperstifts» übrig bleibt. Bei vielen Betrieben im kunsthandwerklichen Bereich sind es «Einmann oder Einfrau»-Betriebe, welche je nach Auftragslage oft kaum Zeit haben, einen interessierten Schnupperstift eine Woche lang zu betreuen. Hier gilt besonders: dranbleiben, sich etwas einfallen lassen! Warum nicht einen Schnuppertag oder –halbtag abmachen, wenn es mit einer ganzen Woche nicht klappt? Oder ein Interview mit gut vorbereiteten Fragen wagen? So kann man Kontakte knüpfen, aus denen dann vielleicht mehr werden kann.
Sicher ist, dass man sich in diesem Bereich etwas Besonderes einfallen lassen sollte. So kannst du bereits bei einer (Schnupperlehr-) Bewerbung deine kreativen Fähigkeiten miteinfliessen lassen und diese je nach Berufswunsch besonders ausgestalten.
5 Tipps für gestalterisch Interessierte:
- Besuche möglichst oft Ausstellungen, Vernissagen, Museen
- Versuche, Bilder oder Kunstobjekte in Worte zu fassen, sie zu beschreiben
- Schärfe deine Beobachtungsgabe, indem du mit offenen Augen deine gestaltete Umwelt betrachtest (z.B. Werbeplakate, Brunnen, Kleider...)
- Gestalte auch in deiner Freizeit, indem du zum Beispiel mit Bleistift und Block oder dem Fotoapparat unterwegs bist
- Versuche, verschiedene Gegenstände zuhause abzuzeichnen, und zwar so, dass die verschiedenen Materialien erkennbar sind (z.B. Holz, Eierschale, Papier, Blumenkohl...)
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7 Druck
Bei einer Schnupperlehre im Bereich Druck und grafisches Gewerbe sind besonders die Arbeitsbedingungen zu beachten, zum Beispiel:
· Wie empfindest du den Lärm von Maschinen?
· Stören dich die Gerüche, z.B. von den Drucker-Farben?
· Gibt es zum Beispiel bei der Druckausrüstung auch Staub?
· Worauf muss man achten in bezug auf die Arbeitskleidung?
Scheue dich nicht, spezifische Fragen zu stellen wie zum Beispiel:
· Wie sieht die Zukunft der Printmedien im Zeitalter des Internet aus?
· Muss auch nachts gearbeitet werden?
· Wie lange arbeitet man durchschnittlich am Computer?
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8 Bau
In diesem Berufsfeld ist es gut möglich und sinnvoll, Schnupperlehren zu organisieren. Bauberufe sind Berufe, die eine gute körperliche Konstitution voraussetzen. Dies, weil die Arbeit Krafteinsatz verlangt, aber auch weil man Wind, Wetter, Wärme und Kälte ausgesetzt ist.
Ebenfalls zum Stichwort «Härte» gehört das Umgangsklima auf dem Bau. Sprachlich geht es manchmal etwas unzimperlich zu und her. Diese Umstände dürften Gründe dafür sein, dass diese Berufe mehrheitlich von Männern ausgeübt werden. Doch sind sie grundsätzlich auch für Frauen offen. Der Malerberuf hat von den Bauberufen den höchsten Frauenanteil. Obwohl für schwere Arbeiten immer mehr Maschinen zum Einsatz gelangen, sind die Bauberufe handwerkliche Berufe im engsten Sinne des Wortes.
Viele Baufachleute sehen als Sonnenseite ihres Berufs vor allem: die guten Weiterbildungsmöglichkeiten, die grosse Abwechslung, man sieht die Arbeitsresultate, und man kann sein praktisches Talent wirklich täglich einsetzen.
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9 Gebäudetechnik
In diesem Berufsfeld ist es gut möglich und sinnvoll, Schnupperlehren zu machen. Du kannst darin den Beruf von seiner ganz konkreten Seite kennen lernen und die Arbeitsatmosphäre eins zu eins erleben. Eine gute körperliche Konstitution ist wichtig. Man ist ständig in Bewegung und wechselt oft den Arbeitsplatz.
In der Gebäudetechnik hat es Berufsleute, die immer wieder in luftigen Höhen arbeiten (wie z.B. Spengler/in, Storenmonteur/in, Gebäudereiniger/in, Kaminfeger/in) oder die sich in speziell warmer oder kalter Umgebung aufhalten (wie z.B. Heizungsmonteur/in, Lüftungsanlagenbauer/in, Kältemonteur/in). Neben dem technischen Flair ist auch der Umgang mit Menschen von Bedeutung, sei dies die Zusammenarbeit im Team, mit anderen Berufsleuten oder der direkte Kontakt mit der Kundschaft.
Verschiedene Gebäudetechnikfachleute sehen als Sonnenseite ihrer Tätigkeit vor allem: die breiten Weiterbildungsmöglichkeiten, die grosse Abwechslung, man sieht die Arbeitsresultate, welche vielen Menschen zugute kommen und die Chance besteht, das praktische Talent wirklich täglich einzusetzen. Die überwiegende Zahl dieser Fachleute hat mit dem «Stoff» Energie zu tun. Der optimale Umgang und Einsatz mit solch wertvollem Gut hat einen wichtigen Stellenwert in diesem Berufsfeld und spielt auch in der Weiterbildung eine Rolle.
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10 Holz, Innenausbau
Zimmerleute, Schreinerinnen und Schreiner, Bootbauer und Bootbauerinnen gab es schon in den ältesten Kulturen der Menschheit. Es sind Berufe mit viel Tradition und auch heute ist der Berufsstolz bei diesen Fachleuten gross. Doch auch hier ist der technologische Wandel bedeutsam. Raffinierte computergesteuerte Maschinen und Automaten übernehmen einen grossen Teil der früheren Handarbeit. Computer spielen hinein, wenn auch weniger als in den meisten anderen Berufen. Vermehrt ist technisches Verständnis erforderlich. Initiative und kreative Ideen sind wichtig, für das Entwickeln und die Ausführung neuer Produkte, die auf dem Markt bestehen sollen.
Nach wie vor ist Holz das wichtigste Grundmaterial, aber immer mehr spielen ganz verschiedene Materialien und Materialverbindungen ebenfalls eine wichtige Rolle. Freude am Holz ist in diesem Berufsfeld wichtig. Aber damit man Erfolg hat, braucht es mehr: Handgeschick, Vorstellungsvermögen, Sorgfalt, Ausdauer und Genauigkeit und die Fähigkeit, auf die Bedürfnisse der Kundschaft eingehen zu können.
Viele Firmen in diesem Berufsfeld sind Familien- oder mittelgrosse Betriebe. Oft sind die Arbeitsteams jahrelang zusammen. Als zukünftige/r Lernende/r ist es daher wichtig, genau zu prüfen, ob man in das Team hineinpasst. Eine Schnupperlehre kann auch in diesem Bereich klärend wirken.
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11 Fahrzeuge
Ölige Finger...
Macht es dir etwas aus, bei der Arbeit «schmutzige» Finger zu bekommen? Wer mit Fahrzeugen zu tun hat, den darf es nicht stören, sich jeden Abend die Hände «schrubben» zu müssen. Achte bei der Schnupperlehre auch auf Besonderheiten bei der Arbeit in einer Garage: da kann es schon mal lärmen oder rauchen...
Coole Autos...
Freude an schönen Autos oder rassigen Töffs sind sicher gute Voraussetzungen für eine Berufswahl in diesem Bereich. Wesentlich sind jedoch vor allem Interesse am Aufbau von Motoren, an technischen Zusammenhängen, Gespür und logisches Überlegen (z.B. bei der Fehlersuche).
Eignungstests...
Bei den Autoberufen ist die Zahl der Interessenten meist grösser als das Angebot an Lehrstellen. Vor allem junge Männer interessieren sich häufig für den Beruf des Automechanikers. Um eine gewisse Vor-Selektion zu machen, ist das Autogewerbe deshalb teilweise dazu übergegangen, Eignungstests anzubieten. Zum Beispiel wird beim «Eignungstest für eine Lehre im Autogewerbe» an der Technischen Berufsschule Zürich aufgrund der erreichten Punktezahl eine Empfehlung abgegeben, ob sich der Kandidat oder die Kandidatin für einen bestimmten Lehrberuf eignet. Geprüft werden dabei neben dem Allgemeinwissen, Deutsch und Rechnen auch das technische Vorstellungsvermögen und das geometrische Zeichnen.
Erkundige dich in deiner Region über allfällige Eignungstests!
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12 Elektrotechnik
Tests:
In einigen Kantonen verlangen Unternehmen in diesem Berufsfeld von Anwärter/innen für eine Lehrstelle den sogenannten „basic-check». Dieser gibt zwar keine Auskunft über die Eignung für einen bestimmten Beruf, ergibt aber ein Profil über das schulische Wissen. Dank diesem Profil müssen die Jugendlichen nicht mehr in jedem Betrieb, bei dem sie sich anmelden, einen individuellen Test machen.
Für das Einschätzen der Eignung sind dann je nach Firma andere Formen von Tests möglich. Ein Beispiel sind «Kurzassessments“, bei denen eine kleine Gruppe von Jugendlichen eine Aufgabe zu erfüllen hat und dabei beobachtet wird. Auch das genaue Umsetzen einer Montageanleitung kann eine mögliche Aufgabenstellung sein.
Dann gibt es noch Test’s, welche von Verbänden organisiert werden wie zum Beispiel Tests des VSRT für den/die Multimediaelektroniker/in.
Erkundige dich im BIZ in deiner Nähe, wie es in deinem Kanton organisiert ist!
Etwas Neues kennen lernen und ausprobieren...
Einen soliden beruflichen Grundstein zu legen, ist für Mädchen und Jungs wichtig. Als junge Frau in technischen Berufen mitreden – das kann ganz schön spannend sein! Fasse Mut, das Rollenspektrum zu erweitern – wieso nicht an einem Techniktag für Mädchen teilnehmen (oder als junger Mann einen Schnuppertag im Spital organisieren)? Denn eines ist klar... Berufe haben kein Geschlecht.
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13 Metall, Maschinen
Moderne Berufe sind in diesem Berufsfeld entstanden!
Eine Vielzahl von Berufen ist in einige wenige Berufe zusammengefasst worden. Polymechaniker/in, Automatiker/in und Anlagen- und Apparatebauer/in heissen die neuen Berufe. Die Ausbildung ist in allen Berufen sehr modern und zeitgemäss. Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind daher auch ausgesprochen zukunftsorientiert und vielfältig angelegt. Selbstverständlich spielt auch in diesen modernen Berufen der Computer eine wichtige Rolle. Aber man verrichtet nicht nur Kopfarbeit sondern erhält ebenso eine fundierte praktische Ausbildung. Gerade diese ist bei späterer Weiterbildung sehr wertvoll.
Mädchen im Berufsfeld Metall, Maschinen?
Allgemein sind die Metallberufe von den körperlichen Anforderungen her durch moderne Arbeitsverfahren einfacher geworden. Erforderlich ist das genaue, exakte und präzise Arbeiten. Feinhandwerk und Sorgfalt sind gefragt. Eigentlich alles Argumente die für Mädchen sprechen!
Eignungstests:
Die meisten Firmen prüfen ihre zukünftigen Lehrlinge genau. Neuerdings werden auch von den Berufsverbänden Eignungstests verlangt. Um sie zu bestehen, braucht es eine gute mathematische Begabung, technisches Verständnis, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, handwerkliches Geschick und Interesse an exakter und sorgfältiger Arbeit. Natürlich sollte auch Interesse an der Metallbearbeitung und an Maschinenarbeit vorhanden sein.
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14 Chemie, Physik
Die Arbeitsorte Labor und Produktionshalle sind ganz speziell: In beiden arbeitet man unter Umständen mit giftigen oder sonst gefährlichen Chemikalien. Die Sicherheitsvorschriften müssen rigoros eingehalten werden. Manchmal muss Schutzbekleidung getragen werden, mindestens eine Schutzbrille gehört immer auf die Nase, und oft werden die Hände mit Handschuhen geschützt. Aber vielleicht kennst du das ja bereits aus dem Chemieunterricht in der Schule.
Trotz diesen Schutzmassnahmen solltest du keine Allergien haben. Es gibt Berufsbildner/innen, für die bereits Heuschnupfen ein Alarmsignal ist. Falls du darunter leidest, erkundige dich während der Schnupperlehre nach der Meinung des Lehrmeisters!
Chemische Laboratorien und Produktionsbetriebe gibt es in der ganzen Schweiz. Aber sicher weißt du, dass das Angebot an entsprechenden Lehrstellen und Arbeitsstellen in Basel am grössten ist. Falls du in der «Basler Chemie» deine Lehre machen möchtest, der Weg dorthin für jeden Tag aber zu weit ist: Die Basler Chemie-Grossfirmen haben auch Lehrlingsheime, wo die Lehrlinge unter der Woche wohnen können.
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15 Planung, Konstruktion
Die Berufe in diesem Berufsfeld entwickeln sich je länger, je mehr zu eigentlichen Computerberufen. Auch deshalb kann man in den vorgestellten Grundausbildungen ohne Weiterbildung nicht jahrelang arbeiten. Die Weiterbildung sollte idealerweise schon in der Berufslehre geplant werden. Die Weiterbildungspalette ist in diesen Berufen ausgesprochen vielfältig und sehr anspruchsvoll. Daher ist es ratsam, wenn möglich die Berufsmaturität schon während der Lehre zu absolvieren.
Die Aussage, dass die zwölf Grundberufe in diesem Berufsfeld so eng verwandt sind, dass es kaum sichtbare Unterschiede gibt, stimmt so nicht. Trotz vieler Gemeinsamkeiten (Computerarbeit, konstruieren, planen, berechnen etc.) sind die Unterschiede sehr bedeutsam. Je nach den Arbeitsprodukten sind auch das Arbeitsumfeld und die Arbeitsatmosphäre recht verschieden. Interessierte tun gut daran, die wichtigen Unterschiede herauszufiltern. Auch sind Berufserkundungen und Schnupperlehren sinnvolle Schritte, um zu einem überlegten und fundierten Berufswahlentscheid zu kommen.
Mathematisch-technische Berufe gelten oft als sogenannte «Männerberufe». Doch ist gerade dieses Berufsfeld auch für Frauen sehr geeignet. Die Zahl der Frauen, auch in diesem Bereich, wird von Jahr zu Jahr grösser.
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16 Verkauf
Eignungstests:
Besonders bei Grossverteilern ist es manchmal so, dass bereits vor einer Schnupperlehre ein Eignungstest absolviert werden muss. Je nach Resultat bekommt man dann die Möglichkeit, als Verkäufer/in oder Detailhandelsangestellte/r zu schnuppern. Getestet werden sprachliche und rechnerische Fähigkeiten – für das Kontaktverhalten ist dann vor allem die Schnupperlehre wichtig.
Worauf muss ich während der Schnupperlehre besonders achten?
Der Verkäufer und die Verkäuferin ist die «Visitenkarte» des Geschäftes. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass bei einer Schnupperlehre deinem Verhalten, deinem Auftreten und deiner Erscheinung besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Im Verkaufsbereich ist es besonders wichtig, während mehrerer Tage zu schnuppern. Nicht nur, dass der Chef oder die Chefin dich kennenlernt – ebenso aufschlussreich ist es für dich selber, die Betriebsatmosphäre, das Team und die Branche so hautnah zu erleben, dass du nach der Schnupperlehre einen Berufsentscheid treffen kannst. Die Schnupperlehr-Tipps auf Seite 6 in diesem Memory können dir behilflich sein, deine Schnupperlehre gut vorzubereiten.
Die beliebtesten Branchen:
Das Interesse für die einzelnen Branchen ist sehr unterschiedlich. Spitzenreiter sind die Bereiche Sport, Zoofach, Autoteile-Logistik, Damen- oder Herrenkonfektion, Parfümerie und Schmuck. Es kann sein, dass du in deiner Traumbranche keine Lehrstelle findest – da ist Flexibilität gefragt und vielleicht kannst du auf eine ähnliche Branche ausweichen. Aber aufgepasst: ein gewisses Interesse am Produkt sollte unbedingt vorhanden sein, denn nur so wird man eine interessierte Verkäuferin oder ein engagierter Verkäufer.
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17 Wirtschaft, Verwaltung
In diesem Berufsfeld ist es - trotz Eifer und Bemühungen - nicht immer möglich, eine Schnupperlehre zu organisieren. In den einzelnen Branchen und Firmen wird das unterschiedlich gehandhabt.
Es gibt derzeit über zwanzig kaufmännische Branchen, die je nach Grösse und regionaler Struktur variieren. Vor der Bewerbungsphase für eine Lehre als Kauffrau/Kaufmann kann es daher Sinn machen, dass du dir mehr als eine Branche überlegst und auswählst, die dich interessiert. Branchenkenntnisse beinhalten das «Spezialwissen» in der breit angelegten kaufmännischen Grundbildung. Der Lehrstellennachweis, LENA, ist für diesen Beruf ebenfalls nach Branchen gegliedert.
Schulwege?
Der Bereich «Wirtschaft und Verwaltung» interessiert dich am meisten; du möchtest aber vorerst gerne noch eine rein schulische Ausbildung angehen? Vielleicht lohnt es sich, eine Handelsmittelschule (in verschiedenen Kantonen unter dem Begriff Wirtschaftsmittelschule geführt), ein Gymnasium z.B. des wirtschaftlich-rechtlichen Profils oder eine private Handelsschule näher unter die Lupe zu nehmen. Bei privaten Handelsschulen muss mit erheblichen Schulgeldkosten gerechnet werden. Mehr über Schulwege kannst du im BIZ in deiner Nähe erfahren.
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18 Verkehr, Logistik
SBB, SWISS und die Postbetriebe machen regelmässig «Tage der offenen Tür» und Orientierungsveranstaltungen. Erkundige dich nach Möglichkeiten in deiner Region. Auch ein geführter Ausflug auf dem Flughafen bietet Gelegenheit, einzelne dieser Berufe kennenzulernen und internationale Atmosphäre zu schnuppern.
Einige Berufe in diesem Feld sind sogenannte Sekundärberufe. Das heisst, dass sie nicht direkt nach der Volksschule erlernt werden können, sondern eine erste abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzen, manchmal auch eine abgeschlossene Mittelschule. Zum Beispiel die Berufe im Sicherheitsbereich (z.B. Polizeibeamter/-beamtin) und die Zoll- und Grenzberufe verlangen meist ein höheres Eintrittsalter (18 bis 20 Jahre), es sind sogeannte «2.-Berufe». Schnupperlehren während der Volksschule sind deshalb nicht an der Tagesordnung. Wenn dich aber ein solcher Beruf wirklich sehr interessiert - versuch es doch mit einem Interview oder einem Erkundungstag in einem dieser Berufe. Auch mit diesen Mitteln gewinnst du einen Einblick in die Berufs-Realität.
Die Berufe des öffentlichen Verkehrs führen auch Informationsnachmittage durch - eine gute Gelegenheit, sich einen realistischen Eindruck zu verschaffen. Unter www.login.org findest du alle notwendigen Daten. Bei den «Postberufen» ist oft ein Eintrittstest Bedingung, um einen dieser Berufe lernen zu können. Erkundige dich deshalb im BIZ oder auf einer Poststelle nach den genauen Bedingungen.
Achte bei einer Schnupperlehre auf die besonderen Arbeitsbedingungen, es kann manchmal recht hektisch zu und her gehen! Aber das ist ja manchmal gerade der Reiz der Sache ...
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19 Informatik
Die Berufe im Berufsfeld Informatik sind sehr anspruchsvolle Ausbildungen. Gute bis sehr gute Schulzeugnisse sind eine der Grundvoraussetzungen, um überhaupt eine reelle Chance bei der Lehrstellensuche zu haben. Im Weiteren verlangen die meisten Firmen einen Eignungstest und erwarten auch dort ein überdurchschnittliches Resultat. Seit Jahren gehören Berufsausbildungen im Informatikbereich zu den Traumberufen bei den Jungendlichen und sind entsprechend heiss begehrt. Wer keine Lehrstelle findet, kann das Berufsziel Informatik dennoch erreichen! So kann z.B. eine Grundausbildung in technischer oder kaufmännischer Richtung – vorzugsweise mit Berufsmatura – ein Fundament bilden, auf der im Informatikbereich weiter aufgebaut werden kann (z.B. über eine Höhere Fachschule oder Fachhochschule, über Wege zu einer entsprechenden Eidg. Berufs- und Höheren Fachprüfung. Gerade diese Berufsleute sind bei den Firmen geschätzt und verfügen über einen soliden Hintergrund. Ein anderer Weg führt über Mittelschule und Studium.
Oft als sehr schwierig bis unmöglich gestaltet sich in diesem Berufsfeld die Suche nach einer Schnupperlehre. Daher ist es ratsam, die berufskundlichen Schriften genau zu studieren und allfällige Möglichkeiten für Berufsorientierungs-Veranstaltungen gut zu nutzen.
Drei Fachrichtungen der Informatik (Support, Systemtechnik und Applikationsentwicklung) sind im Tätigkeitsbereich zwar unterschiedlich, aber die Unterschiede werden von den Jugendlichen oft doch zu stark gewichtet. Zusätzlich kann eine generalistische Ausbildung absolviert werden. Für eine erfolgreiche Berufslaufbahn sind alle vier Fachrichtungen gute Grundausbildungen.
Die Entwicklung im Informatikbereich ist rasant. Um à-jour zu sein ist ständige Weiterbildung unerlässlich. So sind denn auch die Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Berufsbereich ausgesprochen vielfältig und anspruchsvoll. Daher ist es ratsam, wenn möglich die Berufsmatura schon während der Lehre zu absolvieren.
Mathematisch-technische Berufe gelten als sogenannte 'Männerberufe'. Wichtig in allen diesen Bereichen sind jedoch auch die Schlüsselqualifikationen und damit auch speziell kommunikative Fähigkeiten. Damit ist gerade dieses Berufsfeld auch für Mädchen eine interessante Möglichkeit. Die Zahl der Frauen in diesem Bereich nimmt eher zu.
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20 Kultur
Eine «normale» Schnupperlehre ist in den meisten Grundberufen eine bewährte Möglichkeit, den Lehrberuf genauer kennenzulernen. Etwas anders ist es jedoch in Berufen, welche im Berufsfeld 20 beschrieben werden.
Die Produkte von TV, Film, Fernsehen oder Bühnentheater kennen wir alle. Es ist eine Herausforderung, sich Gedanken zu machen, wie wohl ein bestimmter Effekt zustande gekommen ist. Oder sich zu überlegen, in welchem Rhythmus eine Sendung gestaltet ist, wann und wie zum Beispiel Musik eingesetzt, wann die Schnitte gesetzt werden und was das bewirkt. Dieses «Auseinandernehmen» kann dir schon Einiges aufzeigen und hilft dir, deine Wahrnehmung zu sensibilisieren für diesen Bereich.
Willst du einen «live»- Einblick in dieses Feld erhalten, ist deine Eigeninitiative gefragt. Normalerweise erhälst du für eine Lehre eine Liste mit jenen Betrieben, welche in deiner Region freie Lehrstellen anbieten. Dies ist in diesem Berufsfeld nicht möglich. Denn einerseits sind es keine normalen «Lehren» mit dem üblichen Raster des dualen Bildungssystems. Und andererseits muss man sich etwas einfallen lassen, um einen «Schnupper-Einblick» in diesen lebendigen, manchmal hektischen Bereich zu erhalten.
Warum nicht versuchen, einen Interview-Termin zu bekommen? Mit gut vorbereiteten Fragen erfährst du auch auf diesem Wege Einiges über diesen Bereich. Es braucht etwas Mut und Durchhaltewillen, sich zum Beispiel Zutritt zu verschaffen zu einer Bühnen-Probe oder einen Reporter dazu zu bringen, dass du ihn bei seinen Recherchen einmal begleiten darfst. Und willst du zum Beispiel einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin treffen, ist deine Fantasie gefragt...
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21 Gesundheit
Orientierungsveranstaltungen:
Auch im Gesundheitsbereich gibt es für verschiedene Berufe die Gelegenheit Informations- und Orientierungsveranstaltungen zu besuchen, um mehr über diese Ausbildungen zu erfahren.
Tipp: Schreib dir deine vorher Fragen auf und nimm sie mit an die Veranstaltung.
Schnuppereinblicke:
Sind ebenfalls in verschiedenen Gesundheitsberufen möglich.
Tipp: Auf der Berufsberatungsstelle findest du hierzu weitere Angaben. Über die Internet-Adresse des Schweizerischen Roten Kreuzes (www.redcross.ch) kannst du auf interessante Hinweise und Links zu stossen. Zum Teil können dir auch regionale Auskunftsstellen für Berufe im Gesundheitswesen ebenfalls Tipps geben, wo du dich um solche Schnuppereinblicke bemühen kannst. Auch diese Regionalstellen sind teilweise über Internet zugänglich (Beispiel Kanton Zürich: www.puls-berufe.ch).
Schnuppertagebuch:
Eine Schnupperlehre bringt viele neue Eindrücke mit sich. Das Führen eines Schnuppertagebuches kann dir helfen, solche momentanen Eindrücke festzuhalten. Zudem kann es dir als Erinnerungsstütze dienen, wenn du verschiedene Berufe vergleichen möchtest oder als Vorbereitung für ein Gespräch über die Erfahrungen aus deiner Schnupperlehre.
Tipp: Das Berufswahltagebuch von Erwin Egloff kann dir auch hierzu weitere Anregungen liefern.
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22 Bildung, Soziales
Berufe im Berufsfeld Unterricht und Erziehung sind Spätberufe. Sie können erst dann ausgeübt werden, wenn die eigene Entwicklung bereits ein schönes Stück vorangeschritten ist. Eine gereifte Persönlichkeit ist für diese Berufe eine Grundvoraussetzung.Deshalb können praktisch alle Berufe dieses Berufsfeldes frühestens ab 17, 18 oder 20 Jahren erlernt werden. Die Jahre, die zwischen dem Austritt aus der obligatorischen Schulzeit und dem Ausbildungsbeginn liegen, sollen dazu genutzt werden, die innere Reife zu fördern, Lebenserfahrung zu sammeln, die Allgemeinbildung zu erweitern und sich praktische Kenntnisse anzueignen, die für die Berufsausbildung verlangt werden.
Eigeninitiative ist nötig im Bereich Soziales und Beratung, willst du einen «live»- Einblick in dieses Berufsfeld erhalten. Am besten versucht man, über sein Beziehungsnetz an die entsprechenden Fachleute heran zu kommen. In der Regel sind Gespräche möglich. Die «Kunden» dieser Berufsleute kann man nicht kennenlernen. In der Regel verbietet dies der Persönlichkeitsschutz.
Die sozialen, psychologischen und kirchlichen Berufe sind vielseitig und anspruchsvoll und verlangen menschliche Reife.
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